Grundbildung wie weiter – Fachmann/Fachfrau Apotheke EFZ

Nach dem EFZ stehen Ihnen viele Wege offen. Entdecken Sie Ihre beruflichen Möglichkeiten. Finden Sie die passende Weiterbildung.

Zusammenfassung

  • Fachmann oder Fachfrau Apotheke EFZ haben gute Chancen eine Stelle zu finden. Apotheken suchen gut ausgebildete Fachleute, auch für Teilzeitstellen.
  • Suchen Sie früh genug eine Stelle.
  • Nutzen Sie Stellenportale, Webseiten von Unternehmen oder die Hilfe von Bekannten und Lehrpersonen.
  • Bilden Sie sich weiter. Hier erfahren Sie mehr über Kurse, höhere Berufsbildung und Studiengänge an Hochschulen.

 

Arbeitsmarkt

Apotheken können sich durch gute Beratung und Dienstleistungen abheben. Als gut ausgebildete Fachleute sind Sie daher gesucht – auch in Teilzeitpensen.

Als Fachmann/Fachfrau Apotheke EFZ können Sie auch in anderen Bereichen arbeiten. Dazu müssen Sie sich aber in der Regel weiterbilden. Beispiele sind: in Krankenkassen, in Drogerien, im Aussen- oder Innendienst von Pharmaunternehmen und Grosshändlern, im Detailhandel oder in der Pflege.

Tätigkeiten

Je nach Grösse der Apotheke können Sie mit erster Berufserfahrung die Verantwortung für einen oder mehrere Bereiche übernehmen. Sie können sich auch spezialisieren, etwa auf die medizinische Versorgung.

Sammeln Sie Arbeitserfahrung in verschiedenen Bereichen oder Betrieben, zum Beispiel:

  • in einer anderen Sprachregion, um eine Fremdsprache zu lernen bzw. zu vertiefen
  • in einer spezialisierten Apotheke, die Arzneimittel oder Kosmetik- und Pflegeprodukte selbst herstellt
  • in einer Quartier-, Gross- oder Spitalapotheke
  • in verwandten Arbeitsgebieten und Branchen.

Stellensuche

Beginnen Sie frühzeitig mit der Stellensuche.

Offene Stellen

Inserate finden Sie auf Stellenportalen und Firmenwebsites, in ­Tageszeitungen­ oder Fachzeitschriften. Links zur Stellensuche finden Sie unter «Weitere Informationen».
Ihr Beziehungsnetz kann Ihnen bei der Stellensuche helfen. Fragen Sie z. B. Ihre*n Berufsbildner*in und Bekannte nach offenen Stellen.

Wahl des Betriebs

Wenn Sie sich bewerben, vergleichen Sie mehrere Betriebe. Achten Sie auf die Grösse und die Teamzusammensetzung – was passt zu Ihnen?

Arbeiten im Ausland

Stagiaireabkommen mit verschiedenen Staaten er­mög­­­lichen jungen Berufstätigen ein Berufspraktikum im Ausland.
sem.admin.ch

Lohn

Die Lohnunterschiede sind regional gross. Erfragen Sie die Lohnempfehlung beim entsprechenden kantonalen Apothekerverband.
Im ersten Jahr nach der Lehre beträgt die Lohnempfehlung für den Minimallohn im Raum Zürich 4649.59 Franken (Monatslohn x 13, brutto). Quelle: Lohnbuch 2025 (GAV).

Weiterbildungen

Im schnelllebigen Apothekenumfeld ist eine permanente Weiterentwicklung und Vertiefung in die verschiedenen Fachgebiete wichtig.

Kurse

  • Angebote der kantonalen Apothekervereine und von pharmaSuisse zu fachspezifischen Themen, z. B. Ernährung, chronische Erkrankungen, Impfen und Blutentnahme u. a.
  • Pharmaberater*in SHQA
  • Pharma-Teamleiter*in mit SIU Diplom
  • Berufsbildner*in Apotheken mit kant. Ausweis
  • Weiterbildungsangebote: berufsberatung.ch/awd

Berufsprüfung (BP)

  • Ziel: mehr Verantwortung im Beruf mit Fach- und Führungsaufgaben
  • Abschluss: eidgenössischer Fachausweis
  • Voraussetzungen: in der Regel ein EFZ, mehr­jährige Berufserfahrung

Auswahl an Berufsprüfungen:

  • Detailhandelsspezialist/Detailhandelsspezialistin
  • Einkaufsfachmann/Einkaufsfachfrau
  • Pharma-Betriebsassistent/Pharma-Betriebsassistentin
  • Pharma-Spezialist/Pharma-Spezialistin
  • Verkaufsfachmann/Verkaufsfachfrau

Höhere Fachprüfung (HFP)

  • Ziel: Führungsaufgaben übernehmen, einen Betrieb leiten
  • Abschluss: eidgenössisches Diplom
  • Voraussetzungen: EFZ, oft auch BP, mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung

Auswahl an höheren Fachprüfungen:

  • Detailhandelsmanager/Detailhandelsmanagerin
  • Einkaufsleiter/Einkaufsleiterin
  • Naturheilpraktiker/Naturheilpraktikerin
  • Verkaufsleiter/Verkaufsleiterin

Höhere Fachschule HF

  • Ziel: generalistische Tätigkeit mit Führungsfunktion
  • Abschluss: eidgenössisch anerkanntes Diplom HF
  • Voraussetzung: in der Regel ein EFZ im entsprechenden Bereich und mehrjährige Berufserfahrung

Auswahl an Abschlüssen:

  • Drogist/Drogistin HF

Fachhochschule FH

  • Ziel: berufsqualifizierender Hochschulabschluss
  • Abschlüsse: Bachelor mind. 3 Jahre, Master plus 1½ bis 2 Jahre
  • Zulassung: EFZ mit Berufsmaturität und je nach Studiengang einschlägige Berufserfahrung oder Aufnahmeverfahren

Auswahl an Studiengängen:

  • Bachelor in Biotechnologie
  • Bachelor in Life Sciences
  • Bachelor in Betriebsökonomie

Zweitlehre

Klären Sie eine Verkürzung der Ausbildung mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich ab (mba.zh.ch), zum Beispiel:

  • Fachmann/Fachfrau Gesundheit EFZ
  • Augenoptiker/Augenoptikerin EFZ
  • Podologe/Podologin EFZ
  • Kosmetiker/Kosmetikerin EFZ

Weitere Informationen

arbeitsmarktinfo.ch

aktuelle Arbeitsmarktinformationen

berufsberatung.ch

Informationen zu Beruf, Aus- und Weiterbildung,
Stellensuche

avkz.ch

Apothekerverband des Kantons Zürich

pharmasuisse.org

pharmaSuisse Schweizerischer Apothekerverband

drogistenverband.ch

Schweizerischer Drogistenverband

prosipa.ch

SIPA Schweizerische Interessengemeinschaft Pharma-Assistent/in

esd.ch

Höhere Fachschule für Drogistinnen und Drogisten

siu.ch

Schweizerisches Institut für Unternehmerschulung: Weiterbildungen

Stellenangebote

stadt-zuerich.ch/laufbahnzentrum

Mustervorlagen für Bewerbungsschreiben und
Lebenslauf

Veröffentlicht: 02.07.2026, 16:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01.09.2026, 16:00 Uhr