Zusammenfassung
- Die Arbeitsmarktsituation für Laborantinnen und Laboranten EFZ ist gut; Stellen sind meist problemlos zu finden, wobei Fachkräfte in Chemie und Biologie etwas mehr Konkurrenz haben als jene in Farbe, Lack und Textil.
- Suchen Sie früh genug eine Stelle.
- Nutzen Sie Stellenportale, Webseiten von Unternehmen oder die Hilfe von Bekannten und Lehrpersonen.
- Bilden Sie sich weiter. Hier erfahren Sie mehr über Kurse, höhere Berufsbildung und Studiengänge an Hochschulen.
Arbeitsmarkt
Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist gut. Die meisten Lehrabgänger/innen finden problemlos eine Stelle. Weil Grosskonzerne ihre Fachkräfte oft global rekrutieren, ist für Fachkräfte in Chemie und Biologie die Situation etwas schwieriger als für Fachkräfte in Farbe, Lack und Textil. Die pharmazeutische und chemische Industrie sowie die Forschung bieten stabile Arbeitsplätze.
Lehrabgänger/innen arbeiten in der Regel in Laboratorien von Forschung, Entwicklung, Qualitätssicherung, Galenik oder Diagnostik. Spezialisierungen und Teilzeitanstellungen sind in der Regel möglich.
Laboranten/Laborantinnen der Fachrichtung Biologie können auch Arbeiten von Biomedizinischen Analytiker/innen in Spitallaboratorien übernehmen.
Laboranten/Laborantinnen der Fachrichtung Chemie können auch in Textillaboratorien oder speziellen Biologielaboren (z. B. für HPLC) arbeiten.
Stellensuche
Beginnen Sie frühzeitig mit der Stellensuche.
Offene Stellen
Inserate finden Sie in Stellenportalen, auf Firmenwebsites, in Tageszeitungen oder Fachzeitschriften. Links zur Stellensuche finden Sie unter «Weitere Informationen».
Ihr Beziehungsnetz kann Ihnen bei der Stellensuche helfen. Fragen Sie z. B. Ihre/n Berufsbildner/in und Bekannte nach offenen Stellen.
Wahl des Betriebs
Wenn Sie sich bewerben, vergleichen Sie mehrere Betriebe. Achten Sie auf die Grösse und die Teamzusammensetzung – was passt zu Ihnen?
Arbeiten im Ausland
Stagiaireabkommen mit verschiedenen Staaten ermöglichen jungen Berufstätigen ein Berufspraktikum im Ausland.
sem.admin.ch
Lohn
Der Lohn ist je nach Branche und Region verschieden.
Sie können Ihren Mindestlohn ab dem ersten Beschäftigungsjahr nach Lehrabschluss auf lohnrechner.ch berechnen.
Weitere Informationen rund um das Thema Lohn finden Sie unter berufsberatung.ch/lohn.
Weiterbildungen
Kurse
- Angebote von Firmen und Fachverbänden sowie vom Verein Weiterbildung Laborberufe (siehe «Weitere Informationen»).
- Weiterbildungsangebote: berufsberatung.ch/awd
Berufsprüfung (BP)
- Ziel: mehr Verantwortung im Beruf mit Fach- und Führungsaufgaben
- Abschluss: eidgenössischer Fachausweis
- Voraussetzungen: in der Regel ein EFZ, mehrjährige Berufserfahrung
Auswahl an Berufsprüfungen:
- Prozessfachmann/Prozessfachfrau
Höhere Fachprüfung (HFP)
- Ziel: Führungsaufgaben übernehmen, einen Betrieb leiten
- Abschluss: eidgenössisches Diplom
- Voraussetzungen: EFZ, oft auch BP, mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung
Auswahl an höheren Fachprüfungen:
- Experte/Expertin in biomedizinischer Analytik und Labormanagement
- Naturwissenschaftlicher Labortechniker/Naturwissenschaftliche Labortechnikerin
Höhere Fachschule HF
- Ziel: generalistische Tätigkeit mit Führungsfunktion
- Abschluss: eidgenössisch anerkanntes Diplom HF
- Voraussetzung: in der Regel ein EFZ im entsprechenden Bereich und mehrjährige Berufserfahrung
Auswahl an Abschlüssen:
- Biomedizinischer Analytiker/Biomedizinische Analytikerin HF
- Medizintechniker/Medizintechnikerin HF
- Systemtechniker/Systemtechnikerin HF
- Textil- und Verfahrenstechniker/Textil- und Verfahrenstechnikerin HF
Fachhochschule FH
- Ziel: berufsqualifizierender Hochschulabschluss
- Abschlüsse: Bachelor mind. 3 Jahre, Master plus 1½ bis 2 Jahre
- Zulassung: EFZ mit Berufsmaturität und je nach Studiengang einschlägige Berufserfahrung oder Aufnahmeverfahren
Auswahl an Studiengängen:
- Chemie
- Biotechnologie
- Life Science
Weitere Informationen
Veröffentlicht: 03.09.2026, 10:25 Uhr
Zuletzt aktualisiert: 03.09.2026, 10:25 Uhr